Skip to main content

"weit atmen, weit schauen, weit gehen." Willkommen!

Mein Geheimtipp für jeden Trekking-Begeisterten

Ein Hauch von Survival und Südfrankreich in der Pfalz

Zum mittlerweile zweiten Mal hat es mich zur Kalmit in die Pfalz verschlagen. Wer damit nichts anfangen kann: Kalmit ist ein Berg in Rheinland-Pfalz, der sich mit einer Höhe von exakt 673,3 Metern über der Ortsgemeinde Maikammer erhebt. Die Region ist wirklich traumhaft von Weinbergen umgeben, die das Landschaftsbild durch und durch prägen. Woher die Bezeichnung Kalmit stammt, das ist allerdings nicht eindeutig geklärt – stattdessen gibt es mehrere Theorien, von denen eine der Auffassung ist, dass es sich aus dem Lateinischen ableitet. Das Wort „calamitas“ bedeutet dabei so viel wie „sturmumtöste Höhen“. Klingt ziemlich poetisch, doch würde meiner Meinung nach in die malerische Gegend passen. In jedem Fall diente die Kalmit schon zu Zeiten der Römer als eine Signalstation. Eine Fernmeldeturm und eine Wetterstation in luftiger Höhe lassen das heute noch erahnen.

Eingrenzungen gibt es fast keine

Zum ersten Mal war ich mit meiner Freundin 2016 an der Kalmit auf Platz Nummer 7 – damals für zwei Nächte und 2017 mit einem guten Freund ein weiteres Mal, aber dann nur für eine Nacht. Positiv ist zu erwähnen, dass der Lagerplatz wirklich leicht zu erreichen ist. Der Kiefernwald, der das Ganze umschließt, vermag bei mir Erinnerungen an Südfrankreich zu wecken. Bereits aus einiger Entfernung gibt sich die Große Feuerstelle zu erkennen. Ebenfalls gut erkennbar sind die Abdrücke von Zelten, die verraten, wo die Schlafstätte errichtet werden kann. Eingrenzungen gibt es keine, sodass grundsätzlich die Möglichkeit besteht, sich sein Zelt überall rund um die Feuerstelle aufzubauen.

Holzvorräte waren knapp

Nachdem wir unser Lager aufgebaut hatten, kümmerten wir uns ums Beschaffen von Feuerholz. Zugegeben stellte uns das 2016 vor ein Problem. Der Grund: Platz 7 an der Kalmit zeigte sich beinahe das gesamte Jahr über ausgebucht, sodass die Holzvorräte limitiert waren. Im Jahr darauf und damit 2017 gestaltete es sich für uns deutlich komfortabler, denn da standen uns gefällte Kiefern zur Verfügung. Diese brauchten wir nur noch kleinzuhacken. Aus diesem Grund empfehle ich es jedem, sich ein Beil mitzunehmen, um sich das Feuerholz entsprechend aufbereiten zu können. Ein solches Beil gibt es schon zu einem sehr günstigen Preis bei einer dennoch hohen Qualität von der Marke FISKAR. Nähere Informationen sind in der Kategorie Produktempfehlungen hinterlegt.

Beinahe nicht zu erwähnen brauche ich wohl, dass sich Abende am Lagerfeuer besonders schön verbringen lassen – und so auch an der Kalmit. Je nachdem, ob noch andere Trekking-Freunde am Platz sind, entstehen hier und da auch angenehme oder interessante Gespräche. So zum Beispiel, wenn Trekker davon erzählen, dass sie ihren Ausflug wieder abbrechen müssen, weil sie schlichtweg ihren Rucksack nicht vollständig gepackt haben und somit wichtige Utensilien fehlten. Andere machen Fuß- oder Rückenschmerzen zu schaffen. Der Platzwart gab sich an einem der Abende ebenfalls zu erkennen und konnte von einem Fuchs berichten. Gegenüber Menschen sei dieser wohl sehr zahm, schilderte er uns. Allerdings solle er nicht angefüttert werden. Und wenn wir schon über das Thema Tiere sprechen: 2017 gab es sogar eine Mäuseplage. Wie aber auf der Homepage von Trekking Pfalz zu lesen war, gab es dieses Problem in allen Camps. Hier galt es, alles wirklich gut einzupacken, denn immer wieder waren die Mäuse nachts zu hören, wie sie am Zelt vorbeihuschten.

Das Wetter hatte nicht so ganz mitgespielt

Das Wetter meinte es 2016 nicht so gut mit uns, denn tief in der Nacht ereilte uns ein heftiges Gewitter. Leider wirkte sich das anschließend negativ auf die Suche nach Feuerholz aus, da alles feucht war. Auch brennen wollte das gefundene Holz aus dem gleichen Grund nicht so wirklich. An dieser Stelle hatte das Ganze etwas von Survival. Wer darauf vorbereitet ist, stellt sich darauf im Vorfeld ein und packt sich eine Starthilfe ein. Zu meiner Ausstattung gehört grundsätzlich immer ein 100ml Sterillium Desinfektionsfläschen. Das lässt sich auch hervorragend nutzen, um Holz zum Brennen zu bringen.

Platz 7 an der Kalmit kann ich definitiv weiterempfehlen, was schon allein am Gesamtbild der Anlage liegt, die durch die Kiefern und die übrige Vegetation geprägt wird. Die besondere Umgebung wirkt sich auf die Buchungen aus: Fast immer sind die vorhandenen Plätze belegt und gelegentlich beträgt die Wartezeit mehrere Monate. Deswegen will ein Trekking-Ausflug zur Kalmit gut geplant sein.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

error: Inhalt ist geschützt!